

25.08.23 –
Im Löwensprudelpark Bad Zwesten trafen sich am 25. August etwa 20 interessierte Menschen, verkosteten das Heilwasser, wurden herumgeführt und durch die Leiterin der Kurverwaltung Natascha Rath über die Besonderheiten des Quellenstandortes Bad Zwesten informiert.
Anschließend stellte Andreas Brömser vom Deutschen Wetterdienst Offenbach Neuigkeiten wie "Wetterradar" und enstprechende Wettermodelle und Warn- / Informationssysteme vor, zeigte aber auch deutlich auf, in wie weit der aktuelle Temperaturanstieg (1,7 Grad in Deutschland) schon jetzt immense Auswirkungen auf unsere Wetterlagen hat. Die Niederschlagsmenge hätte sich im Endeffekt nicht verändert, aber die Abläufe seien anders. Es gebe längere Dürrezeiten und dann Starkregenereignisse, welche der Boden nicht verkraftet und somit gehe Wasser für uns, die Pflanzen und Umwelt generell ungenutzt verloren. Für Städte und Kommunen empfahl er die Nutzung der Wettervorhersagen, um Regenwasserrückhalt und Nutzung aktiv zu planen. Schwammstadt, aber auch Schwammland sind hier die Schlagworte.
Der nächste Sprecher, Maik Sommerhage, Landesvorsitzender des Naturschutzbundes (NABU) führte dann natürliche Klimaanpassungen an, von renaturierten Bächen, wieder bewässerten Mooren und vor allem einer Begrünung der Städte. Wichtig war ihm, wie auch dem vorherigen Redner, der Hinweis auf die langfristigen Auswirkungen unseres Handelns oder auch unserer Inaktivität, die unsere Enkel zu spüren bekommen würden. Man müsse jetzt handeln, damit bis 2050 Veränderungen beginnen.
Martin Häusling (MdEP) bereicherte die Veranstaltung durch Ausführungen zu Ernteausfällen in Portugal durch Dürren und Beispiele von Wasserraub in Chile (Avocados) und Spanien (Erdbeeren). Anstatt Wasser für die Menschheit zu sichern würden „Kampftomaten“ für den globalen Markt gezüchtet. Die parlamentarische Staatssekretärin des Umweltministeriums Dr. Bettina Hoffmann erklärte die Wasserstrategie der Bundesregierung, sowie die Wichtigkeit des Nature Restoration Law - dieses Gesetz verpflichtet alle EU-Mitgliedsstaaten, zerstörte Natur in einen guten ökologischen Zustand zurück zu bringen und so den Bestand von Bestäubern, natürlichen Ressourcen, sauberer Luft und sauberem Wasser zu sichern.
Auch die Fraktion der GRÜNEN Niedenstein beschäftigt sich intensiv mit der Ressource Wasser. Nachdem Ende 2021 durch einen Antrag der Fraktion eine Starkregenanalyse in Auftrag gegeben und die Umsetzung aller Möglichkeiten der Wasserzufuhr zum Teich „Schöne Aussicht“ beantragt wurde, konnte ein Jahr später auf GRÜNE Initiative hin die Entwicklung eines Regenwassermanagement-Konzepts für Niedenstein beschlossen werden.
Fotos: Alf Dickhaut
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